Fach-AG

Professionelle Pädagogische Haltung


Seit ihrer Gründung im Herbst 2013 widmet sich die Fach AG Professionelle Pädagogische Haltung den spannenden Fragen, wie die professionelle Haltung pädagogischer Fachkräfte entsteht und weiterentwickelt werden kann. Die AG trifft sich 4-5 Mal im Jahr und setzt sich aus Erzieherinnen und Kitaleitungen der beiden Kita-Gesellschaften Orte für Kinder und Kinder im Kiez zusammen. Hier findet eine Auseinandersetzung mit aktuellen Fachveröffentlichungen zum Thema sowie die Sichtung und Erprobung geeigneter Methoden für die Arbeit in den Kitas zur Weiterentwicklung der professionellen pädagogischen Haltung statt. Erste Ergebnisse dieser Arbeit hat die AG kürzlich in einer Arbeitsbroschüre zusammen gefasst.

 

»Haltung – als ein Konstrukt der im persönlichen Leben verinnerlichten Werte und Normen – wirkt in der pädagogischen Arbeit immer mit. Deshalb ist es sinnvoll und notwendig, diese immer wieder zu reflektieren und mit dem aktuellen Fachwissen abzugleichen. Eine Auswahl der dafür entwickelten und in der Broschüre dargestellten Methoden wurden in der Fach-AG erprobt und als hilfreich für die Selbstreflektion und die Arbeit in Teams befunden. Sie sind ohne großen Aufwand anwendbar und können darüber hinaus auch als Impulsgeber für neue Variationen genutzt werden. Und wer sich fachlich weiter vertiefen möchte, findet im Quellenverzeichnis Hinweise zu aktueller Literatur.« Sigrid Petto, Leiterin der Fach-AG Professionelle Pädagogische Haltung

 

Derzeit geht die AG der Frage nach, was die Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstreflektion systematisch unterstützt, damit die in der Broschüre vorliegenden Methoden ihre Wirkung entfalten können.


 

Auszug aus der Broschüre –

Beschreibung einer Methode zur selbstreflektorischen Arbeit:

Lebensbaum

 

Beschreibung:

Der Lebensbaum ist ein Instrument in dem der individuelle Lebensweg und Ereignisse jedes Teilnehmers beschrieben und sichtbar gemacht wird. Das Instrument kann für einzelne Personen oder in Gruppen angewendet werden.

 

Durchführung:

Man wählt einen Raum aus, in dem jeder Teilnehmer seinen eigenen Lebensbaum anfertigen und ihn dann präsentieren kann. Der Baum besteht aus Wurzeln, einem sich verjüngenden Stamm und Ästen, die sich verzweigen. Jeder Baum ist unterschiedlich ausgebildet. Sein Wachstum ist abhängig von Boden, der Nahrung und Umwelteinflüssen. Die Teile des Baumes beschreiben die einzelnen Lebensabschnitte und enthalten die wichtigsten Ereignisse, die im bisherigen Leben der Person stattgefunden haben. Die Baumbilder werden dann vorgestellt, erläutert und für alle sichtbar ausgestellt.

 

Empfehlungen:

Jedem Teilnehmer muss bewusst sein, dass auch negative Erinnerungen und somit Probleme auftreten können. Es empfiehlt sich aus diesem Grund, die Anwendung dieser Methode von einem Mentor begleiten zu lassen.

 

Bedingungen:

Raumgröße: abhängig von der Gruppenstärke, Platz zum Herstellen eines Lebensbaumes und zum Präsentieren der Arbeiten
Dauer: 1–2 Stunden
Material: Poster und Stifte pro Teilnehmer
Teilnehmerzahl: max. 15


 

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